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Die documenta fifteen ist in den Medien vor allem hinsichtlich des Antisemitismus-Skandals diskutiert worden. Ruangrupa stellen auf der documenta fifteen Freundschaft und das Teilen von Beziehungen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie laden Besucher_innen ein, sich einzubringen. Wie wurde Kunstvermittlung auf der documenta durchgeführt? In der vorliegenden Arbeit wird die documenta fifteen Kunstvermittlung beleuchtet. Dies passiert zum einen vor ihrem historischen Hintergrund und zum anderen wird das Kunstvermittlungsprogramm der offiziellen Kunstvermittler_innen, der „sobat-sobat“, analysiert. Die Analysefragen werden von vier Diskursen, (affirmativ, reproduktiv, dekonstruktiv und transformativ), welche Carmen Mörsch formuliert hat, abgeleitet. Die Arbeit der sobat-sobat wird hinsichtlich des Bildungsverständnis sowie der Funktion von Kunstvermittlung hin analysiert. Es lässt sich festhalten, dass die Kunstvermittler_innen einen großen Gestaltungsspielraum in der Ausrichtung ihrer Führungen hatten, welche dadurch, -je nach Hintergrund der Vermittler_innen, recht unterschiedlich durchgeführt wurden. Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass in der Praxis Merkmale aller vier Diskurse vorkommen. In der Art wie ruangrupa Vermittlung denkt, spiegeln sich Ideen über Kunstvermittlung wider, welche so alt sind wie die documenta selbst. Arnold Bode sagt, dass die Ausstellung das Medium sei. Ruangrupa sagen: Das Werk beinhalte seine Vermittlung selbst. Dennoch hat sich über die Jahre ein facettenreiches Vermittlungsangebot etabliert. Auch der (früh)kindlichen Bildung wird zunehmend mehr Raum gegeben. |