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In Ovids Werk ist die Zeit wie viele andere Konzepte und Elemente stetem Wandel unterworfen (s. Kap. 33): Die Amores stehen einer elegischen, schon bei Properz und Tibull zu beobachtenden Asthetik der Eingrenzung von Raum und Zeit sowie einem »Fokus auf den Augenblick, das Hier und Jetzt (Immanenz)« nahe. Das bedeutet, dass die Gedichte zeitlich nicht uber sich hinausweisen und die Handlung bzw. der Gedankengang zumeist in sich abgeschlossen ist (zu Immanenz und Transzendenz in der Zeitbehandlung augusteischer Dichter s. Schwindt 2005). |