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Es besteht die Hoffnung, das die Pharmakotherapie der Schizophrenie eine betrachtliche Verbesserung erfahrt. Erfolgversprechende Ansatze in der Suche nach effektiveren und besser vertraglichen Neuroleptika beinhalten die Blockade des Sigma-Rezep-tors, des 5-HT2- oder 5-HT3-Rezeptors, eine selektive Dopamin-D1- oder D2-Rezep-tor-Blockade und einen partiellen Agonismus am Dopamin-D2-Rezeptor. Dieses letzte Prinzip bezieht sich auf Praparate mit hoher Affinitat, aber begrenzter stimulierender Wirkung am D2-Rezeptor. Diese geringe postsynaptische Wirkung soll die extrapyramidal-motorischen Nebenwirkungen (EPMS), die normalerweise nach konventioneller postsynaptischer Blockade auftreten, verhuten oder reduzieren. Daruber hinaus haben die partiellen Dopamin-Agonisten eine dualistische Wirkung. Wahrend erhohter dopaminerger Aktivitat wirken sie als Dopamin-Antagonisten, aber als Agonisten bei reduzierter dopaminerger Aktivitat (Wachtel u. Dorow 1983). Diese letzte Eigenschaft konnte fur die Wirkung auf Negativsymptome bedeutsam sein. Die Annahme liegt nahe aufgrund der positiven Wirkungen von Amphetamin und L-Do-pa, die zumindest bei einigen schizophrenen Patienten gefunden wurde (Angrist et al. 1982; Gerlach u. Luehdorf 1975; Ogura et al. 1976; Van Kammen et al. 1982). |